Seit er denken konnte, wusste er, dass es in seinem Lande nur einen Herrn gab - ihn selbst. Alle anderen waren Untertanen, auch seine Mutter Louise Eleonore, die bis 1821 die Regierungsgeschäfte führte. Als Souverän und Mittelpunkt eines kleinen Universums war er völlig frei im Tun und Lassen. Oft fällte Bernhard Entscheidungen spontan und allein, die Verantwortung hatte sein Staatsministerium zu übernehmen.
Bernhard hing sehr an seiner Familie, war stolz auf sein Haus. Rührend ging er mit seiner Gemahlin um und fürsorglich mit Sohn und Tochter, sofern sie ihm zu Willen waren. Weitsichtig und verantwortungsvoll sorgte er für die gute Erziehung seines Sohnes.
Seiner Tochter gestattete Bernhard die Liebesheirat mit dem Altenburger Prinzen Moritz, obwohl die Thronfolger von England und Norwegen ihr Interesse bekundet hatten. So spontan wie er war, fiel sein Entschluss, sich in der verschärften österreichisch-preußischen Rivalität auf die Seite Habsburgs zu stellen. Doch Habsburg verlor und das kostete Bernhard seinen Thron. Er musste 1866 zugunsten seines Sohnes Georg II. abdanken.