Carl Friedrich August Mosengeil (* 26. März 1773 in Schönau/ Hörsel; † 2. Juni 1839 in Meiningen) war ein deutscher Stenograf, der als einer der Erfinder der deutschen Kurzschrift gilt.
Er wurde am 26. März 1773 in Schönau/ Hörsel bei Eisenach in einem Pfarrhaus geboren. 1782 berief der Meininger Herzog seinen Vater als Ephorus nach Frauenbreitungen, wo die Familie Mosengeil fortan lebte. Zu jener Zeit lernte der Knabe Friedrich den vier Jahre älteren Ernst Wagner kennen, mit dem er alsbald freundschaftliche Bande knüpfte.
Nach dem Abitur, welches Mosengeil am Meininger Gymnasium ablegte, studierte er Theologie in Jena. Danach wirkte Mosengeil als Lehrer an der Zillbacher Forstschule, die unter Leitung des später namhaften Heinrich Cotta (1763-1844) stand.
1805 wurde er Erzieher des fünfjährigen Erbprinzen Bernhard Erich Freund von Sachsen-Meiningen.
In Meiningen traf Mosengeil erneut mit Ernst Wagner zusammen, dessen poetische Natur ihn zu eigenen Dichtversuchen inspirierte. Der studierte Theologe entfaltete in den folgenden zwei Jahrzehnten eine rege Belletristik, ohne auf diesem Gebiete Bleibendes zu schaffen. Im Herzogtum Sachsen-Meiningen machte er sich durch das Verfassen von Schulbüchern verdient.