Die Regentschaft von Louise Eleonore stand unter keinem so guten Stern wie die ihres verstorbenen Gemahls. An Weiterführung der von Georg I. angegangenen Reformen war durch die zahlreichen Kriege kaum zu denken.
Unter Napoleon war das Land in den Rheinbund gezwungen worden, wo es immer wieder für die Kriege des Korsen, wie bei Colberg, in Tirol, Spanien oder Russland, Truppenkontingente aufzustellen hatte. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig und dem Sieg von Waterloo hatte das sachsen-meiningische Land noch einige Zeit an den Folgen zu leiden. Denn es folgten vermutlich von den französischen Truppen bzw. Verwundeten eingeschleppte Epidemien und eine Teuerung durch Missernten.
Vor allem im gebirgigen und armen Oberland versuchte die Herzogin mit Spenden und Ankauf fremden Getreides die schlimmste Not zu mildern. Erst ab 1819 folgten wieder ruhige und fruchtbare Jahre, in welchen sich auch der Lebensstandard der Bevölkerung allmählich besserte. Luise Eleonore wird oft mit ihrer sehr erfolgreich regierenden Schwiegermutter Charlotte Amalie verglichen, gleichermaßen gewürdigt. Viel Arbeit und taktisches Geschick war vonnöten, um die Fortexistenz des Herzogtums zu ermöglichen. Auch sie fand in den verzwicktesten Lagen, und das kam während der Napoleonischen Kriege häufig vor, immer das richtige Wort.