Das Bestreben, neben der Hofkapellmeistertätigkeit samt atemberaubenden Tourneeplänen, dem Unterricht am Leipziger Konservatorium auch dem Bild des reisenden Interpreten zu entsprechen, erwies sich als kräfteraubender Spagat.
Übermäßig genoss Reger Alkohol und Nikotin. Am Ende der dritten Meininger Konzertsaison erlitt er einen körperlichen und seelischen Zusammenbruch, der ihn am 6. April 1914 zur Aufgabe seines Amtes bewog. Während des verordneten Arbeitsverbotes in Meran und Schneewinkl entstanden u. a. die Mozart-Variationen für Orchester op. 132. Gewidmet ist Regers wohl populärstes Orchesterwerk der Meininger Hofkapelle.