Johannes Brahms stellte ihn gern als „Fräulein von Mühlfeld, meine Primadonna“ vor und nannte ihn die „Nachtigall des Orchesters“. Gemeint war der Meininger Klarinettist Richard Mühlfeld.
Der Bekanntschaft von Brahms und Mühlfeld verdanken wir die neben Mozart bedeutendsten und schönsten Kammermusikwerke mit Klarinette. Der Sohn des Salzunger Stadtmusikus Leonhard Mühlfeld erlernte zunächst Violine.1873 trat er als Geiger in die Meininger Hofkapelle ein, wurde mitunter aber auch als Klarinettist eingesetzt.
Schon in seiner Jugend hatte er die Grundlagen des Klarinettenspiels erlernt und bildete sich autodidaktisch so erfolgreich weiter, dass er 1879 die Erste Klarinette in der Hofkapelle übernehmen konnte.