2. Informationsveranstaltung
Am 18. Juni 2025 lud die Stadt Meiningen zur zweiten öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung ein. Klimaschutzmanagerin Maria Götze führte gemeinsam mit Projektingenieurin Dagmar Eger vom Planungsbüro BCC Energie GmbH durch den Abend. Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung und Bauen Iris Gutt vertrat an diesem Abend Bürgermeister Fabian Giesder, der leider verhindert war.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Versorgungsstrukturen der Stadt sowie die Auswertung von Verbrauchsdaten für Fernwärme und Gas. Dabei wurde deutlich: Gas ist derzeit noch der Hauptenergieträger und macht über die Hälfte des Gesamtwärmeverbrauchs aus. Die Umstellung auf erneuerbare Energien stellt ein langfristiges Generationenprojekt dar, das mit erheblichen Investitionen verbunden sein wird.
Ein weiteres Thema war Vorstellung der sogenannten Wärmeverbrauchsdichten – also der Menge an Wärmeenergie, die pro Fläche verbraucht wird. Diese Kennzahlen sind entscheidend für die Bewertung, ob sich ein Wärmenetz in einem Gebiet wirtschaftlich betreiben lässt. Die Darstellung erfolgt in einem „digitalen Zwilling“, ein virtuelles Abbild der Stadt Meiningen mit allen relevanten Informationen. Es befindet sich gerade im Aufbau und wird den Bürgerinnen und Bürgern künftig online zur Verfügung gestellt..
Auf Basis dieser Analysen wurden acht Fokusgebiete definiert, in denen konkrete Potenziale für eine klimaneutrale Wärmeversorgung geprüft werden: Jerusalem/Kiliansberg, Werratal (Innenstadt), Gartenstraße, Rohrer Berg, Walldorf, Dreißigacker, Sülzfeld und Herpf.
Neben der Tiefengeothermie, bietet auch die oberflächennahe Geothermie bis etwa 400 Meter Tiefe – in Kombination mit Wärmepumpen – vielversprechende Möglichkeiten für eine fossilfreie Quartiersversorgung. Weitere Technologien wie Windkraft, Biomasse (z. B. in Walldorf) und eine Flusswärmepumpe an der Werra werden ebenfalls in die Szenarien einbezogen.
Die Veranstaltung bot auch Raum für den persönlichen Austausch. Zahlreiche Anwesende nutzten die Gelegenheit, individuelle Fragen zu ihren Gebäuden zu stellen und ihre Meinungen zur aktuellen Wärmeplanung einzubringen.