Direkt an der Meininger Prachtstraße, der Bernhardstraße, steht die Strupp´sche Villa. Die 1909 im neoklassizistischen Stil errichtete Villa diente ursprünglich als Wohn- und Firmensitz des bedeutenden Meininger Bankiers, Finanzberaters des Herzogs und Vizepräsidenten des Meininger Landtags Gustav Strupp.
Die Villa wurde nach den Plänen von Karl Behlert erbaut, der bereits Architekt für das Hauptgebäude des Strupp´schen Kreditinstituts, der Bank für Thüringen, war. Auch nach dem Tod von Gustav Strupp blieb das Gebäude in Familienbesitz. 1939 mussten die Erben unter Zwang das Gebäude an die Nationalsozialisten verkaufen. Im gleichen Jahr verließ die letzte Bewohnerin die Villa. Nach Ende des 2. Weltkrieges diente das Gebäude kurzzeitig als russische Stadtkommandantur. Während der DDR waren in der Strupp´schen Villa unter anderem eine beliebte Diskothek untergebracht.