Georg II., seine Frau, die ehemalige Schauspielerin Ellen Franz (nach der Heirat: Helene von Heldburg) und die „gute Seele“ des herzoglichen Hoftheaters, der Regisseur und Organisator sämtlicher Gastspiele Ludwig Chronegk haben sich besonders um die Pflege der Kulissen Friedrich Schillers, Heinrich von Kleists und William Shakespeares verdient gemacht.
Aus diesem Grund haben sich besonders viele Bühnendekorationsteile zu verschiedenen Dramen der oben erstgenannten erhalten, diese bilden wiederum den Kern des Sammlungsbestandes. Abgerundet wird die Ausstellung eines bestimmten Bühnenbildes durch Skizzen, die den Produktionsprozess beschreiben, durch Kostüme (so noch welche zum ausgestellten Bühnenbild vorhanden sind), durch Rezensionen verschiedener Zeitungen, durch Autographe verschiedensten Inhalts und durch Rollenfotos beteiligter Schauspieler.
Die Bühnenbildpräsentation wird durch einen Film eingeleitet, durch den der Besucher auf spannende und informative Art mit der Geschichte des Theaterspielens in Meiningen vertraut gemacht wird. Den Höhepunkt der Präsentation bildet ein Licht-und Akustikprogramm zum ausgestellten Bühnenbild, hierbei haben unsere Gäste die Chance, sich wie ein Besucher einer Vorstellung des Meininger Hoftheaters in Berlin, Wien, Moskau oder London zu fühlen. Selbstverständlich wird dieses Szenenlichtprogramm mit modernster Licht- und Soundtechnik kreiert. Eine Medienstation in der oberen Etage erlaubt dem Besucher das Eintauchen in die bisher gezeigten, zur Zeit jedoch nicht ausgestellten, Bühnenbilder.